Dankbarkeit

 

Wie zeigt sich Dankbarkeit in Zeiten einer Krise

 

Dankbarkeit ... ein Wert über den es sich lohnt nachzudenken.

 

Wir leben hier in Europa seit vielen Jahren in Frieden.

Wie oft bist du zuletzt hierfür wirklich dankbar gewesen?

 

Dankbar sein für das Leben selbst, welches dir deine Eltern geschenkt haben.

Gerade dieser Satz bedeutet viel mehr als die Worte ausdrücken können.

Denn das Leben selbst ist der höchste Wert im Universum.

  Bist du deinen Eltern dafür wirklich dankbar?

 

Eltern lieben ihre Kinder, auch wenn sie keine mehr sind.

Elternliebe bedeutet jedoch auch rechtzeitiges Loslassen und dem Fluss

des Lebens zu vertrauen, so dass das "Kind" wirklich "seinem Weg" folgen kann.

Wahre Elternliebe, die nicht einengt, ist von gegenseitiger Dankbarkeit geprägt.

 

 Dankbar sein für jeden "neuen Tag", was er auch mit sich bringen mag.

Und am Ende eines Tages dankbar dafür sein, was er alles mit sich gebracht hat,

auch für die weniger schönen Momente, das ist gegenwärtige Dankbarkeit.

 

Unbekümmerte Kinder können in der Natur voll und ganz bei sich sein

und dabei ihrer Umwelt mit einer besonderen Leichtigkeit begegnen.

 Das ist kindliche Gegenwärtigkeit, welche eine echte Dankbarkeit ausdrückt.

 

Kann man für eine Krankheit dankbar sein?

 

Ich musste auch durch das Erleben mehrerer Burnouts lernen, dass ich die Krankheit Fibromyalgie und die damit verbundenen Schmerzen nicht bekämpfen kann. Diese Krankheit, welche meine Lebensqualität stark beeinträchtigt, sorgte lange Zeit bei mir mit vielen Begleiterscheinungen für sehr emotionalen Stress, wodurch sich an meinem Körper zunehmend ein chronischer Faser-/Muskelschmerz ausprägte. Nach zähem ringen habe ich mich inzwischen mit "meiner Fibromyalgie" solidarisiert, was nicht bedeutet, dass ich keine täglichen Schmerzen mehr ertrage. Mein Leben mit Fibromyalgie hat mich verändert und ich nehme es heute an, wodurch ich auch Dankbarkeit verspüre, denn eine chronische Krankheit kann in gewisser Weise auch einen tieferen Sinn haben.

 

Aktuell: Dankbar für eine weltweite Krise sein, wozu könnte dies führen?

 

Kann die aktuelle Corona-Pandemie auch Dankbarkeit hervorbringen?

Zum heutigen Zeitpunkt ist für Niemanden das Ausmaß der damit

bevorstehenden weltweiten Veränderungen abzuschätzen.

 

Wir werden in einer durchgetakteten Zeit durch eine Pandemie zur Entschleunigung gezwungen, inne zu halten und unser Leben dabei vielleicht auch zu hinterfragen.

 

 Gerade in einer Zeit, wo das Leben so etwas, wie eine 180°-Wende erfährt

und wir zudem täglich, teilweise hautnah schwere Schicksale erleben,

bemerken wir, dass wir doch nicht alles in unserer Hand haben.

 

In einigen Regionen der Welt ist ein Kampf ums Überleben bereits ausgebrochen.

Im Hintergrund wird hierbei leider auch auf verschiedenste Art und Weise mit unfairen Mitteln gekämpft. Einzelne und auch ganze Institutionen machen sich diese Krise bereits zum Nutzen. Wer in Krisenzeiten auch zufrieden sein kann, sich solidarisch einbringt

und sich nicht auf Kosten anderer bereichert, der weiß auch was wahre Dankbarkeit ist.

 

Die Corona-Pandemie zeigt heute in einer globalisierten Welt in besonderer Weise auf, dass einerseits jeder Einzelne sich auf einem individuellen Weg durchs Leben befindet, und andererseits wir doch diesen Weg gemeinsam gehen, ob wir wollen oder nicht.

Das ist das Naturgesetzt der Verbundenheit.

 

Gerade für Europa ist diese Pandemie auch eine Chance endlich wahre Verbundenheit

zu zeigen, um vielleicht in Zukunft die großen Probleme unserer Zeit wirklich gemeinsam als vereinigtes Europa angehen zu können.

 

Wenn Europa jetzt diese Chance nutzt, die Corona-Krise solidarisch anpackt und gemeinsam auch meistert, dann werden wir in Zukunft zufriedener mit den Auswirkungen dieser Krise in ganz Europa leben können. Dazu müsste jedoch jedes einzelne Land seinen  kämpferischen und kleinmütigen Egoismus ablegen.

 

 Ja sogar die gesamte Weltbevölkerung könnte aufgrund einer gemeinsam gemeisterten Krise vielleicht mehr zusammenwachsen als es bisher für möglich gehalten wurde.

 

Im beispielhaften kybernetischen Dreieck der Dankbarkeit kann ein Ausgleich stattfinden, wenn sich der kämpferische Egoismus mit solidarischer Zufriedenheit egalisiert.

Daraus entstünde vielleicht in der Zeit nach Corona "wahre Dankbarkeit".

 

P.S.: Ich lade jede/n Leser/in ein, sich beim gegebenen Kontext "Corona-Pandemie" zum Wert Dankbarkeit, ein eigenes Ziel und auch ein dazugehöriges Problem zu benennen.

Seid offen dafür, wo auch immer die Gedanken-Reise Euch dabei hinführt.

 

 Ich wünsche Euch alles Gute auf einem Weg in Dankbarkeit!

 

 Günter Rasch

Coaching bewegt ... leitet Veränderung ein.

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